SUSTAINABLE TRANSITION FOR EUROPES GAME INDUSTRIES STRATEGIES Project Informationsblatt HORIZON Europäische Kommission
Während der größte Teil der Spiele der Kategorie der Unterhaltungsspiele zugeordnet werden kann, gibt es auch Spiele, die neben der Unterhaltung weitere Ziele verfolgen. Diese Serious Games oder auch Impact Games genannten Spiele, zielen beispielsweise auf Bildung, dem Transfer bestimmter Fähigkeiten oder Motivation zu bestimmten Handlungen ab. Serious Games kombinieren dabei typische Spielelemente wie Spaß, Wettbewerb und eine ansprechende Spielwelt mit z.B. Sie bieten dadurch eine innovative Möglichkeit, um Nachhaltige Entwicklung zu fördern, neue Zugänge für eine zunehmend technikaffine Generationen zu öffnen und damit eine breite Zielgruppe gezielt anzusprechen. Viele Unternehmen der Gaming-Branche setzen bereits Maßnahmen zum Klimaschutz um.
Für die Zukunft ist es wichtig, dass die Gaming-Industrie weiterhin auf Nachhaltigkeit achtet und neue Möglichkeiten zur Verbesserung findet. Dies kann durch die Integration neuer Technologien, die Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen und durch eine verstärkte Sensibilisierung der Gamer und der gesamten Branche erreicht werden. Mit dem richtigen Engagement und der Unterstützung von Produzenten, Gamern und Organisationen lässt sich gemeinsam eine nachhaltige Gaming-Industrie schaffen, die sich positiv auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirkt.
Weitere Tipps für nachhaltiges Gaming finden sich zudem bei den Angeboten von Playing for the Planet, beim Umweltbundesamt sowie auf der Spielemesse Gamescom in Köln. Ein Beispiel dafür ist der Gaming-Laptop Hersteller Razer, der in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Singapore Power eine Cloud-basierte Lösung entwickelt hat, um den Energieverbrauch seiner Gaming-Laptops zu optimieren. Dabei werden die Laptops automatisch in einen stromsparenden Modus versetzt, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Das Ergebnis ist ein deutlich reduzierter Energieverbrauch und damit ein geringerer CO2-Ausstoß.
„Um Nachhaltigkeit zu fördern, müssen wir international denken, in den ganz großen Zusammenhängen“
„Diese Themen sind in anderen Ländern manchmal sehr viel präsenter“, sagt Meyer. Ich bin froh, dass die Thematik endlich diese aktivistische Nische von ökologisch interessierten Menschen verlässt und in den Mainstream übergeht – eine sehr begrüßenswerte Tendenz. In The Last Of Us steht im Zentrum lateinturerie.ch zum Beispiel mal keine weiße, heterosexuelle Beziehung – die Protagonistinnen sind ein lesbisches Paar. Es mag im ersten Moment aufgesetzt wirken, aber langfristig ist es notwendig, dass wir im Medium Computerspiele die gesamte Diversität in der Bevölkerung wiederspiegeln. Man muss aber aufpassen, dass es am Schluss natürlich bleibt und nicht wirkt, als wäre man auf einen Trendaufgesprungen. Vollends würde ich vielleicht nicht sagen, aber im Gaming-Bereich ist das Thema weiter fortgeschritten als zum Beispiel in Mainstream-Serien.
Darüber hinaus wird unser Übertragungszentrum in Dublin, das 2022 in Betrieb genommen wurde und die WM an Millionen von Spielern weltweit überträgt, bereits zu 100 % mit erneuerbarer Energie betrieben. In der Vergangenheit haben wir mit unseren Spielern über Spendenaktionen im Spiel zusammengearbeitet und so mehrere Millionen US-Dollar an Nachhaltigkeitsorganisationen gespendet. In unseren Büros praktizieren wir Nachhaltigkeit, indem wir Lebensmittelabfälle sowie den Wasser- und Energieverbrauch reduzieren. Wir möchten, dass unsere Spiele über Generationen hinweg für Freude unter Spielern sorgen.
In den vergangenen vier Jahren wurden durch die teilnehmenden Spiele über 2,5 Millionen Bäume gepflanzt und mehr als 1,5 Millionen US-Dollar für den Umweltschutz gesammelt. Aktuell gibt es viele Entwicklungen und Trends in der Gaming-Industrie, die auf Nachhaltigkeit abzielen. So setzen immer mehr Unternehmen auf erneuerbare Energien und arbeiten an energieeffizienteren Gaming-Systemen und Servern. Auch die Nutzung von umweltfreundlichen Materialien und das Recycling von Produkten gewinnt an Bedeutung. Daneben gibt es auch viele Initiativen und Programme, die Unternehmen dabei unterstützen, Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsprozessen zu integrieren.
- Viele Spiele erfordern die Nutzung von Materialien, die oft nicht umweltfreundlich sind, wie zum Beispiel Plastik oder seltene Erden.
- Die Entsorgung von Gaming-Hardware und -Zubehör kann ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben.
- KI-Chatbots wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini bereichern deinen Alltag, aber du machst dir Sorgen um die Nachhaltigkeit?
- Auch die Optimierung von Produktionsprozessen kann den Energieverbrauch reduzieren.
- Deshalb kann man komplexe Themen leicht in die Köpfe und vielleicht auch die Herzen der Menschen bringen.
- Konkret gelingt das über Verpackungen aus Papier statt aus Plastik, mit reduzierten Leistungsanforderungen von Videospielen und über einen vorsichtigen Umgang mit KI-Systemen.
Umwelt
Das ist hilfreich und bringt auch die Studios zum Handeln, die zuvor vielleicht unsicher waren, was sie tun könnten oder sollten. Oft besteht die Herausforderung gar nicht darin, neue Handlungsempfehlungen zu erstellen, sondern darin, über den Tellerrand zu schauen, um Wissen und Best Practices von einem Sektor an einen anderen weiterzugeben. Aber der Wasserfußabdruck ihrer Kühlsysteme bedroht die Wasserversorgung in dürregeplagten Regionen.
Professor Dominik Rinnhofer unterrichtet Game Design an der Hochschule Macromedia in Stuttgart. Er bildet zukünftige Spielentwicklerinnen und -entwickler aus und lehrt sie unter anderem, was es heißt, ein umweltbewusstes Spiel zu produzieren. Den CO2-Fußabdruck zu messen kann komplex sein, und viele Studios holen sich Unterstützung dabei. Unser gemeinsam mit dem Carbon Trust erstellter Bericht „Untangling the carbon complexities of the video gaming industry“ bildet das Fundament für unseren branchenspezifischen CO2-Rechner, der 2025 an den Start gehen soll. Der Green Game Jam, bei dem die Studios gemeinsam an Umweltzielen arbeiten, war auch sehr erfolgreich.
Zunächst setzen wir auf umweltfreundliche Materialien und nachhaltige Produktionsprozesse. Das umfasst die Verwendung von recycelbaren Verpackungen und die Minimierung des Einsatzes von Kunststoff. Um eine nachhaltige Gaming-Zukunft zu fördern, müssen Spieler sowie Hersteller gemeinsam daran arbeiten, den Energieverbrauch von Videospielen zu minimieren, damit wir auch in Zukunft noch Spaß am Spielen haben. Eine innovative Methode, Nachhaltigkeit und Gaming zu verbinden, besteht darin, Gamification-Techniken einzusetzen, um Umweltbewusstsein zu fördern.
Ein wichtiger Schritt zur Nachhaltigkeit ist die Verbesserung der Energieeffizienz bei der Produktion von Gaming-Hardware. Hier können Unternehmen beispielsweise auf energieeffiziente Hardware, wie Prozessoren und Grafikkarten, setzen oder den Energieverbrauch durch spezielle Einstellungen oder Tools reduzieren. Auch die Optimierung von Produktionsprozessen kann den Energieverbrauch reduzieren. Wir haben beispielweise für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Nachhaltigkeitsapp entwickelt. Die Zielgruppe waren hierbei jüngere, digitalaffine Menschen zwischen 18 und 40 Jahren, die schon für Nachhaltigkeit sensibilisiert waren.
Die Spieleentwicklung kann eine erhebliche Umweltbelastung mit sich bringen, doch immer mehr Entwickler setzen auf nachhaltige Praktiken, um ihre Produkte umweltfreundlicher zu gestalten. In diesem Abschnitt werden wir verschiedene Ansätze und Beispiele untersuchen, die zeigen, wie die Branche ihren ökologischen Fußabdruck minimiert. In der heutigen Zeit sind wir alle zunehmend besorgt über die Auswirkungen unseres Handelns auf die Umwelt.
Neueste Erkenntnisse zeigen jedoch, dass dieser im Vergleich zum Energieverbrauch der Endgeräte zuhause eine eher untergeordnete Rolle spielt. Um letztlich „grünes“ Cloud Gaming zu gewährleisten, sind energieeffiziente Rechenzentren, Endgeräte mit Strom aus erneuerbaren Energien und Investitionen von Serverbetreibern erforderlich. Große Gaming-Plattformen setzen sich zunehmend für umweltfreundliche Technologien und Praktiken ein, um ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Diese Initiativen umfassen unter anderem die Nutzung erneuerbarer Energien für Rechenzentren, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.
Laut einer Umfrage des Branchenverbands „Game“ von 2021 bemühen sich 76 Prozent der Videospiel-Unternehmen, nachhaltiger zu wirtschaften, indem sie beispielsweise Ökostrom nutzen. Mit dem im Rahmen des UN-Weltklima-Gipfels gegründeten Programms „Playing For The Planet“ haben sich 21 Spiele-Unternehmen dazu verpflichtet, Emissionen dauerhaft zu senken und dies auch zu messen. Für lange Zeit waren Videospiele ausschließlich auf physischen Datenträgern wie CDs, DVDs oder Kassetten erhältlich. Doch in den letzten Jahren hat sich der Trend zum digitalen Vertrieb von Spielen verstärkt. Diese Entwicklung bietet nicht nur einen bequemeren Zugang zu Spielen, sondern hat auch ökologische Vorteile.